Mühlacker Sommerberg

Mehrfachbeauftragung
Kenndaten:

Fläche: 5,1 ha
Mehrfachbeauftragung
Auslober: Stadt Mühlacker
Platzierung: 1. Rang
Folgebeauftragung für SK und BP

Projektbeschreibung:

Der Sommerberg stellte in seiner Lage innerhalb des Ortsteils Dürrmenz das letzte noch freie Baufeld zur Vervollständigung einer klar konturierten Ortslage dar. Das Gebiet bietet durch seine südausgerichtete Hangsituation beste Voraussetzungen zur qualitativ hochwertigen Nutzung für Wohnbebauung, sowohl in energetischer Hinsicht als auch im Hinblick auf die Vorzüge Belichtung, Verschattung und Aussicht.
Bei der Entwicklung des Konzeptes waren besonders der Umgang mit der Topographie, die Schaffung deutlicher städtebaulicher Raumkanten trotz Einzel- und Doppelhausgemenge sowie die gute fußläufige Vernetzung in die freie Landschaft von Bedeutung. Des Weiteren spielte das ausgewogene Angebot an verschiedenen Wohnsituationen wie Wohnen am Ortsrand, Wohnen an einem Hof, Wohnen am Hang, Wohnen auf der kleinen Parzelle und verdichtetes Wohnen eine große Rolle.
Die städtebauliche Grundstruktur orientiert sich am kleinstädtischen Maßstab Mühlackers. Dabei ist in jedem der zwei vorgeschlagenen Bauabschnitte ein Bezugspunkt beispielsweise in Form eines kleinen Quartiersplatzes vorgesehen. Hier kumulieren die wichtigsten Wegebeziehungen und Blickachsen zur Burgruine Löffelstelz und in die freie Landschaft.

Entlang des Erschließungsrückgrats sind verdichtete Wohnformen vorgesehen, die einen Kontrast zu den Einfamilienhäusern entlang des östlichen Südhangs bilden. Wohnhöfe, die zum einen zur Erschließung der Einfamilienhäuser dienen, ermöglichen gleichzeitig eine verkehrsberuhigte Spiel- und Begegnungsfläche für Familien. Die privaten Gartenflächen befinden sich auf Grund der Grundstückszuschnitte und der Lage der Gebäude jeweils im Süden oder Westen und können somit optimal genutzt werden.
Zur Grüngliederung markieren Baumreihen im Norden, Süden und entlang der Mitte die Hauptbewegungslinien und führen den Blick von Osten nach Westen in die freie Landschaft und in entgegengesetzter Richtung auf die Burgruine Löffelstelz. Baumgruppen markieren die Quartiersplätze und geben den Wohnhöfen eine eigene Prägung. Der westliche Bereich des Planungsgebiets wird mit einer Streuobststruktur eingefasst, welche die Funktion der Ortsrandeingrünung übernimmt und als Pufferzone zwischen Bebauung und offener Landschaft dient.
Energiesparende Aspekte wurden neben dem effizienten Straßennetz und gut nutzbaren Grundstückszuschnitten in Form von Gebäudestellung, Dachform und Verschattungsoptimierung berücksichtigt.

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