Die Zunahme von Geflüchteten und Asylbegehrenden machte den Bau einer gemeindlichen Übergangsunterkunft notwendig. Nach vorausgehenden, umfangreichen städtebaulichen Untersuchungen wurde der heutige, zentrumsnahe Standort beschlossen.
Vorgabe der Gemeinde war eine individuelle Unterbringung in kleineren 2-Personen-Appartments. Bereits vorbereitete Zwischentüren ermöglichen die Nutzung auch für größere Familien.
Diese Flexibilität erlaubt zudem die Nachnutzung als gemeindliche Sozialunterkunft. Die massive Bauweise aus Stahlbeton-Fertigmodulen verkürzte die Bauzeit auf 5 Monate und bietet die Option eines einfachen Wiederaufbaus an anderen Standorten.
Die einfachen, winkelförmig angeordneten Baukörper bilden gemeinsam mit dem überdachten Fahrradhaus zwei geschützte Höfe, die zur Begegnung einladen.
Die Konstruktion erfolgt in vorgefertigten Modulen des Systems Schwörer B-Box mit Betonkern in Wand-, Boden- und Deckenscheiben. Die modulare Bauweise gewährleistet eine hohe Ausführungsqualität, verkürzte Bauzeiten sowie eine wirtschaftliche Realisierung. Gleichzeitig sichert die massive, robuste Konstruktion eine dauerhafte Nutzung und einen langfristig effizienten Betrieb.