Friedrichshafen-Fischbach, Umgestaltung der Meersburger- und Zeppelinstraße

Workshopverfahren
Kenndaten:

Plangebietsgröße: ca. 7,52 ha
Auslober: Stadt Friedrichshafen
Platzierung: 1. Rang

Projektbeschreibung:

Mit der Inbetriebnahme der neuen B 31 wird sich die Funktion der Meersburger- und Zeppelinstraße in Fischbach wesentlich verändern. Der deutlich reduzierte Durchgangsverkehr bietet die Basis für eine Neu- und Umstrukturierung im Straßenraum. Gegenstand des Verfahrens ist ein freiraumplanerischer und städtebaulicher Vorentwurf für die Umgestaltung der Meersburger- und Zeppelinstraße, sowie die bauliche Entwicklung der Ortskernzone in Friedrichshafen-Fischbach mit einer Gesamtfläche von ca. 7,52 ha.

Wer nach Fischbach kommt, soll sofort die Nähe zum Bodenseeufer spüren, und dass Grün, Ruhe und Erholung die dominierenden Qualitäten sind. Dies soll sich auch im Straßenraum zeigen: in der starken Begrünung, dem langsamen Verkehr, den schattigen Plätzen, den gepflegten Hausvorzonen und der rad- und fußgängerfreundlichen Atmosphäre mit Kurortcharakter. Ein grüner Stadtteil durch Elemente wie Holzdecks, Schilf, Grün, Wiesen, gezielt gesetzte Bäume und Platanen- ein echtes Bodenseefeeling.

Für die Aufwertung des Straßenraumes spielt die bauliche Entwicklung eine wichtige Rolle. Hierzu zählt Nachverdichtung und der Umgang mit Baulücken im Bestand. Eine bereits ausgewiesene Wohnbaufläche bietet die Chance, das städtebauliche Erscheinungsbild des Ortes aufzuwerten. Auch durch den Bau des Hotel Maiers an der Ecke Zeppelin-Poststraße entsteht die Möglichkeit, dem Ortskern neue Akzente im Inneren zu verleihen.

Mit dem Verkehrskonzept wird die stadträumliche Gliederung unterstützt und die rad- und fußverkehrsfreundliche Atmosphäre hervorgehoben. Für das hohe Radverkehrsaufkommen werden abgesetzte Flächen geschaffen. Diese sind von Osten her kommend Radwege, vom Westeingang gehen die Radwege auf Höhe der Ziegelstraße aufgrund des schmalen Straßenquerschnitts in Radstreifen bis zur Neuen Mitte über. Ausgeleitet wird der Radverkehr jeweils an Querungsstellen für Fußverkehr und an den Kreisverkehren. Dies dient der Sicherheit und führt zu einer angenehm ruhigen Führung der Straßenränder.

Die Neue Mitte wird mit einem durchgängigen, hochwertigen Pflasterbelag deutlich hervorgehoben. Am künftigen zentralen Platz wird der Gang über die Straße mit einer breiten Querungshilfe als Aufmerksamkeitsfeld erleichtert. In diesem gesamten überschaubaren und ebenen Abschnitt sind Rad- und Kfz-Verkehr gemischt geführt. Am Westzugang bildet ein Minikreisverkehr den Auftakt, bremst den Verkehr und leitetet den Gestaltungswechsel ein.

Es wird eine Entwicklung entstehen, bei der es sich lohnen wird, hinzukommen, zu schauen und zu verweilen.

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